15 Jahre Rollsport

Ein Bericht zum 100-jährigen Bestehen der TUSPO von 1861

Anmut, Rhythmus, getanzte Musik und die Farbenfreudigkeit der Kostüme, gepaart mit dem Können auf Rollen, gaben wie immer ein harmonisches Bild ab", schrieb die Lokalpresse anläßlich eines Rollsport-Schaulaufens unserer Abteilung. Damit wurde doch schlechthin gesagt, welche Werte diese Sportart enthält und welchen Anreiz sie gerade für unsere weibliche Jugend ausüben sollte. Vielfach wurde das auch von Eltern, Jugendlichen und Kindern erkannt, und so wuchs unsere Abteilung von Jahr zu Jahr. Waren es im Gründungsjahr der Abteilung, 1946, erst 20 Rollsportbegeisterte, so zählte man 1949 deren 40 und nach zehn Jahren bereits über 80. Heute sind es etwa 120 Jungen und Mädel, die ziemlich regelmäßig an den Übungsstunden der Abteilung auf der Rollsportbahn an der Bunsentraße oder in der großen Jahnhalle mit und ohne Musik ihren Sport aus­üben und dadurch - bewußt oder unbewußt - viel zur Gesunderhaltung ihres Körpers tun, Haltung und Anmut in der Bewegung verbessern, ihr rhythmisches und musikalisches Gefühl fördern und an Gemeinschaftssinn und Körperbeherrschung gewinnen.

Nach langwierigen Verhandlungen, die in erster Linie unser erster Vorsitzender, Turnbruder Alfred Kühn, führte und unter Aufwendung großer Geldopfer konnte im vergangenen Jahre der Auftrag erteilt werden, die seinerzeit von der Stadt in einer Größe von 20 mal 20 Meter gebaute Rollsportbahn auf 40 mal 20 Meter zu erweitern, da sie in sportlicher Hinsicht nicht mehr den Anforderungen entsprach, die an einen großzügigen Übungsbetrieb gestellt werden müssen. Außerdem reichte sie nicht mehr aus, um der großen Kinderschar, die sich mittwochs und sonnabends in den Nachmittagsstunden auf dem Platz einfindet, ein längeres und unbehindertes Laufen zu ermöglichen. An den Bauarbeiten, die ja immer noch nicht ganz abgeschlossen sind (Tribünen), beteiligten sich eine Anzahl Vereinsangehöriger aus anderen Abteilungen. Hoffen wir, daß der Rollsportplatz, der von der Tuspo 61 inzwischen von der Stadt gepachtet wurde, bald sein endgültiges Gesicht bekommt und die Abteilungsleiter, Turnbruder Kloß und Turnschwester Herbst, aus den Reihen der Jüngeren tatkräftige Helfer zur Gestaltung des Übungsbetriebes finden.