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So kamen die Zuschauer voll auf ihre Kosten. Rollschuhlauf in fast vollendeter Fertigkeit, treffend ausgewählte Musik, Humor und farbenfreudige Kostüme, die einige unserer eigenartigsten Erdbewohner charakterisierten, hielten die Anwesenden über fast zwei Stunden pausenlos in ihrem Bann. Immer wieder brauste der Beifall auf, belohnte die Mühe der Beteiligten und forderte zu Zugaben und Wiederholungen auf. Sehr gekonnt waren die Solo-Läufe des Ungarn-, Schweden- und Slouxmädels, der fröhlichen Winzerin, der anmutigen Balletteuse, der charmanten Pariserin und des rabenschwarzen Mohrs, um nur einige zu nennen. Aber auch die Gruppen gefielen durch ihre vielgestaltigen Einfälle und ihre manchmal geradezu ballettmäßig exakt durchgeführten Darstellungen. Im Mittelpunkt stand der südliche Tanz "Milano", den eine, aus den besten Läuferinnen der Abteilung zusammengestellte und auf "Spanisch" kostümierte Tanzgruppe mit viel Grazie und Temperament vorrollte. Erstaunlich war, daß die mit so vielen lauftechnischen Schwierigkeiten ausgestatteten Einzel- und Gruppenübungen auf dem für Rollschuhe zu glatten Parkett der Jahnturnhalle fast ohne Stürze zu Ende geführt werden konnten. Sie zeugten von großem Können und fleißiger Übungsarbeit auf dem glatten Boden. Nur die äußerst waghalsigen Sprünge und blitzschnellen Wendungen des talentierten „Mohrs" (mit Namen Rita) endeten kurz vor dem Schluß durch einen unglücklichen Sturz mit einem vorzeitigen Abbruch. Die Veranstaltung, für die Frau Perchande und Frau Fritz verantwortlich zeichneten, hat gezeigt, daß der Rollschuhsport nun auch in Göttingen im Kommen ist. Diese Sportart stellt, hohe Anforderungen an Körperbeherrschung, musikalisches Einfühlungsvermögen und Konzentration. Vielleicht ist sie gerade deshalb geeignet, zum Besten unserer heranwachsenden Jugend volle Unterstützung zu finden.
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